Ein wenig Mathe

Veröffentlicht in Deutschland, Formalitäten, Vodka bei 22. Juli 2008 von seneca2blog

Reisepass: CHECK

Ja ich habe ihn und für alle die sich fragen, warum ich in Finnland einen Reisepass brauche und warum ich dafür 91 Tacken auf den Tisch lege, denen mache ich folgende Rechnung anhand eines Grundnahrungsmittels auf:

Eine Flasche Russky Standart 0,7l:

Finnland: 21.50 e
Russland: ca. 300RUB (7,80 e)

Da brauche ich nur 7 Flaschen Russky Standart in Russland kaufen, dann hab ich den Reisepass wieder raus… so einfach ist das… Da geht der ein oder andere Sto Gramm auf jeden Fall.

Kippis!

Minä en asu Bremenissa

Veröffentlicht in Bier, Bremen, Deutschland, Formalitäten, Vodka bei 20. Juli 2008 von seneca2blog

Ich kann mich an den Tag noch erinnern, als ich das Welcome Package aus dem Bremer Bürgercenter bekommen  und mit welchem Lächeln ich die Flasche Haake darin entdeckt  habe. Nun ist es soweit. Ich bin kein Bremer mehr. Nachdem ich nun den Reisepass beantragt habe und die Nette, aber auf einem Freitag um 7:45 noch etwas verpeilte, Mitarbeiterin im Bürgercenter nach einer Ab- oder Anmeldung gefragt habe, warf sie mir leider ein “ja” an den Kopf und schon unterschrieb ich die Abmeldung aus der schönen Stadt Bremen. Ohne Wohnsitz in Deutschland bin ich nun auf dem Papier zumindest wohl obdachlos. Dann werd ich mich zur Feier des Tages auch mal an den Wall mit nem Buch von Kafka setzen, damit ich meine psychische Niedergeschlagenheit und Depressive Grundstimmung weiter untermauere und den Menschen in meiner Umgebung eine Stimmung vermittele die den vor mir aufgestellten kleinen Behälter füllen lässt, damit ich mir in Finnland dann eine Flasche mehr vodka genehmigen kann, denn irgendwie muss man den Schmerz und die Trauer ja bewältigen. Ein Gutes bringt das ganze vielleicht. Wenn ich mich im Januar hier wieder anmelde, gibt’s vielleicht eine weitere Flasche Haake in einem weiteren Welcome Package.

Nähdaan

Pietari ich komme…gleich

Veröffentlicht in Deutschland, Formalitäten, Menschen bei 10. Juli 2008 von seneca2blog

Gerade noch rechtzeitig gestern viel mir auf, dass ich ja nach Venäjä will um mir mal Pietari anzuschauen und die russische Lebensart kennenzulernen. Da die Visumsproblematik in Finnland von den Veranstaltern der Fahrten dorthin erledigt wird, brauche ich nur noch einen Reisepass. Dumm nur das dieser, wie ich auch rechtzeitig gestern festgestellt habe 2003 abgelaufen ist. Gut. Heute ein Gangsta-Style-Foto machen lassen und damit zum BuürgerCenter. Die freudige Botschaft, dass ich auf die Warteliste komme und mir 2 Stunden in Bremen die Zeit vertreiben könnte, war noch akzeptabel. Bis es angefangen hat zu regnen. Nach 2 Stunden wieder hin. Hoch geschickt. Hingesetzt. Durchsage gehört: Probleme mit dem Meldesystem. Bearbeitungszeit länger. Dumm geguckt. Nicht in Panik ausgebrochen. Zitat eines Mitarbeiters während eines Telefongesprächs: “Wir sind hier in Deutschland, nicht in Russland. Ich spreche kein russisch! Hören Sie? Ich spreche deutsch.” Aufgelegt. Aufgerufen. Wieder hingesetzt.
Perso: Check.
Foto: Check & ausgestanzt.
Gebühr: 59€ Check.
Expresszuschlag: 32€ Check.
Meldesystem: Meldesystem? Eieruhr. 10 Minuten Smalltalk. Eieruhr. Durchsage: Meldesystem kaputt. Termin gemacht. Raus gegangen. [Eieruhr]

Fazit des Besuches: keinen Reisepass, keine Geld losgeworden, viel Zeit verschwendet.
Merke für nächstes Mal: Termin machen! Check.

[Eieruhr]

Pekka a.k.a. Der Tutor

Veröffentlicht in Finnland, Pekka, Tobi, Tutor bei 5. Juli 2008 von seneca2blog

Keine Ahnung wie lange ich auf die ganzen Unterlagen gewartet habe und nun überschlagen sich die Ereignisse und der Tutor, der mich in Jyväskylä in Empfang nehmen wird, wollte schon wissen, wann ich denn ankomme. Ja hier der großartige Reiseplan, für alle die mich mit Google-Earth Extra Premium Live verfolgen oder dem CIA (*diese Seite ist nun ein Teil des Pentagonarchivs) meine Position durchsagen wollen.

Abfahrt ist 5:04 bei mir vor der Haustür… erstmal ne halbe Stunde zum Flughafen hier in Bremen fahren. 6:30 geht dann der Flieger gen Tampere. Dort gegen 9:30 angekommen fahren wir, der Tobi und ich, erstmal in die Innenstadt mit nem Pendelbus. Dann haben wir aber dort gut 1,5h Zeit schonmal die ersten lustigen Straßennamen zu lesen und den ersten suomi kahvi zu trinken. Weiter geht’s dann 12:05 nach Jyväskylä und um 13:41 heißt es dann.

Hei Pekka, kuinka voit?

Ich packe meinen Koffer

Veröffentlicht in Finnland, Formalitäten, Koffer bei 2. Juli 2008 von seneca2blog

Letter of Admission heißt das Wort des Monats. Ich hab ihn. Weiß. Schwarze Schrift. Und das Logo von der Uni in Jyväskylä. Endlich kann ich planen. Nur was zuerst? Ok… fangen wir an.

  1. Abschiedsparty
  2. Versicherung
  3. Auszug
  4. das Grinsen aus meinen Gesicht muss bis dahin weg, sieht reichlich komisch aus
  5. Flasche Beck’s

Mal sehen ob mir noch irgendwann was einfällt. So ich bin dann raus. Zwar noch nicht aus dem Land aber bald! :-D

Schnappschuss

Veröffentlicht in Bremen, Deutschland, Döner, Fußball, Menschen, Sielwall bei 26. Juni 2008 von seneca2blog

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Der Döner war hier nach dem Spiel immer noch so gut wie vorher… Und gleich nebenan ganz normale Bremer Feierstimmung:

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Fundstück der Woche

Veröffentlicht in Fundstück, Video bei 25. Juni 2008 von seneca2blog

Einfach schillig

Veröffentlicht in Bremen, Konzert, Musik, Schiller bei 6. Juni 2008 von seneca2blog

Taub, sprachlos und beeindruckt bin ich am Montag mit meiner Freundin aus dem Schiller Konzert im Docks auf der Reeperbahn gekommen. Es war das letzte Konzert der “Sehnsucht”-Tour.  Schiller, ein schüchtern wirkender Bremer, aber eigentlich in Visselhövede geborener, dem man nicht sofort ansieht, dass er Musik macht, die ein Publikum von 16 bis 60 anzieht. Zumindest konnten Träger von Hörgeräten diese zu Haus lassen, denn die Lautstärke war ausreichend um alles zu verstehen. Die Mitt-Vierziger in den ersten Reihen haben vielleicht dauerhaft Schäden genommen.

Mit der berühmten und sogleich gekauften Einlassmusik fing alles an. Die Massen bewegt sich in Maßen gemäßigt in Richtung erste Reihe um dort noch etwa eineinhalb Stunden zu verharren. Der Saal füllte sich langsam aber sicher.

Die tollen Komposition, die unglaublichen Bässe und der Mann am Synthesizer waren der Hammer. Der Schlagzeuger an den Acoustic Drums ließ einem, bei seinen Solos, das Herz still stehen. Wenn dann der Drummer an den elektrischen Drums dazu einsetzte fiel auch das Luft holen schwer. Ein krasses Gefühl. Die zwei Gitarristen zogen mit ihren Soli alle Register. Jette von Roth, Jael (Frontfrau von Lunik) und Kim Sanders hab bewiesen, dass sie Live exakt genau so singen wie im Studio. Unglaublich schön.

Ich war fasziniert von den stimmungsvollen Animationen auf den sechs 4-Farb-LED Screens, die die kompletten Bühne ausnutzten. Die Bühnentechnik die Dezent unterstützend wirkte und von die drei Leute am Bühnenrand, mit nem Mac bewaffnet, die Animationen steuernd haben dem ganzen das Tüpfelchen auf dem i verliehen.

Ich kann nur sagen, dass das Konzert einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat und ich Schillers Musik nun anders höre.

Und weils so schön ist: hier noch ein kleines Schmankerl…

Schiller Widget

Das kleine Wort "nicht" oder: Schwerin-Bremen Über Büchen und Aumühle

Veröffentlicht in Anekdoten Mit Tags, , bei 19. Mai 2008 von seneca2blog

So nun ist es soweit, auf meinem eigentlich für Finnland gedachten Blog, soll es nun eine erste Bahngeschichte geben. Heute führte mich mein Weg von Schwerin nach Bremen.Gut da ist eigentlich nix dabei, bis nach Hamburg 1Stunde, dann 1Stunde Aufenthalt und mit dem Metronom für umsonst nochmal 1,5 Stunden. Also im Normalfalle 3 Stunden unterwegs. Heute bin ich 19:24 Uhr losgefahren und gerade angekommen. Also knapp 6 Stunden unterwegs.

Um 19:14 sagte eine wie immer sehr freundlich Bahnhofsangestellte durch die furchtbar schrill eingestellten und hallenden Bahnsteiglautsprecher, dass der IC aus Rostock 10min Verspätung hat. Nix ungewöhnliches…. Denn man munkelt, dass einfach der Plan falsch ist und der Zug eigentlich pünktlich kommt [nicht]. Man könnte auch sagen, die Bahn hält sich an ihre Unpünktlichkeit. Ich hab mich gefreut… etwas weniger warten in HH.

"Bitte steigen sie [nicht] ein, der Zug fährt jetzt ab"

Gut, dass ich drin saß. Mit sicherem Gefühl und einem Tischplatz mit Strom wunderte ich mich schon ein bisschen, dass der Zug so voll war [nicht]. Nun ja bis dato, aber erstmal alles i.O.

"Wir erreichen nun unseren unplanmäßigen Halt Büchen. Alle Fahrgäste, die nach Hannover wollen, können aussteigen und versuchen mit einem anderen Zug über Lüneburg nach Hannover zu kommen. Abfahrt 22 Uhr von Gleis 2."

MOMENT! Es ist jetzt 20:10. Was ist hier los? 2 Bundis neben mir kamen nach einer Raucherpause wieder in den Zug und meinten, wir würden hier jetzt wohl 50 min stehen. Irgendein Spacken wollte wohl mal wieder von der Bahn überrollt werden… Danke schonmal dafür! Gut, ich hatte Strom und konnte arbeiten, die haben wie immer dumm daher geredet und ich weiter gearbeitet… So gegen 21:15…

"Wir haben für sie Schienenersatzverkehr am Ausgang des Bahnhofs bereitgestellt. Sie können nun in den Bus umsteigen."

Gut kein Problem, ruhig geblieben… Bis nach Hamburg sind mit dem Bus noch vielleicht eine Stunde [nicht]… Pi mal Daumen. Am Bus angekommen, berichtet der Busfahrer dem Pulk von 60 Menschen, dass er doch gleich Feierabend hätte und jetzt nicht nach Hamburg fährt. Hallo?! Aber der Schienenersatzverkehr ist bis nach Aumühle eingerichtet. Toll! 2 Fragen: Wie lange bis nach Aumühle? Und dann? 30 min Fahrzeit und dann mit der S-Bahn nach Hamburg rein. Wie sich herausstellte nochmal 32 min. Als der Bus sich dann letztlich gegen 21:30 in Bewegung setzte, weil 30 der 60 Leute die gleichen Fragen stellten. In dem Bus mit gestapelten Menschen, kein Platz zum treten. Ich hatte einen wunderbaren Fensterstehplatz [nicht]. Über dem Mülleimer und zwischen Tür und - naja - Menschen. Ein Vater mit seiner kleinen Tochter stand noch neben mir. ich bot dann meine Tasche als Sitz für die Kleine an, weil sie auch mit Rucksack bestückt, den anderen gerade so bis zum Oberschenkel reichte. Zerquetschungsgefahr! In Schwarzenbek meinten dann 2 ach so genervte ICE-Fahrer sich noch in den Bus zu quetschen. JA, ICE fahren haben meist große Koffer!Nach 40 min Fahrt und jeder Menge Bahnwitze und Galgenhumor sind wir dann in Aumühle - Stadtmitte angekommen.

Glück gehabt. S-Bahn stand da und fuhr in 5 minuten ab. 22:26 setze die sich die dann auch in Bewegung. Ein Blick auf den Plan: 32 min Fahrzeit. Ok… ruhig geblieben. 23:15 fährt der letzte Metronom. Gut den schaff ich auf jedenfall. Gelaufen zum Bahnsteig. Oh welch Freude! Der IC, der schon vor einer viertel Stunde fahren sollte, stand noch da… Erstmal rein…. Mit Nervenkitzel, den Kontrolleur erwartet. Da betrat er das Abteil. Er kam immer näher. Ich werde nicht bezahlen! Gut! Nach kurzer Diskussion hat er mich dann auch kostenlos sitzen lassen. Wow. Wie großzügig. In Bremen angekommen, stand dort natürlich ein Bus [nicht]. Noch eine halbe Stunde warten.

So hab ich fast die 5 Stunden voll bekommen. Ach ja, natürlich dauerte die ganze Aktion mit dem Spacken auf den Schienen schon seit 18 Uhr und seitdem ist auch die Strecke SN-HH gesperrt, aber wozu den Leuten das in Schwerin auch sagen… Hauptsache die sind erstmal drin. Es gibt ja auch einige Umsteigemöglichkeiten auf dem Weg [nicht].

So Feierabend!

MUI bene

Veröffentlicht in Finnisch am Rechner, Finnisch/Suomi bei 9. Mai 2008 von seneca2blog

Ich stellte mir vor kurzem die Frage, wie ich nun am Besten meine Psyche auf finnische Wörter einstellen kann. Da festzustellen ist, das ich eh 98% meiner Zeit im Wachkoma vor dem Rechner sitze habe ich mir gedacht, aus der guten alten GUI eine schöne neue MUI zu machen. Mhhh… Moment… allen die noch nicht an einer Terminalserverfarm gewerkelt haben und mit lokalisierten Interfaces noch nicht so viel am Hut hatten, sei gesagt: MUI = Multilingual User Interface. Ja, mein Windows spricht jetzt finnisch. Gut es ist noch eher gebrochen, aber besser als ich auf jeden Fall. Zum Nachbauen eine nette kurze Anleitung.

Hier das Fenster, für den Neustart nach der Installation von Updates:
Die 50-50-Chance

Hat schon mal jemand F1 gedrückt unter Windows? Wenn ja wohl eher zufällig und schnell wieder mit errötetem Kopf geschlossen, damit es ja keiner sieht. Jetzt macht das Hilfe lesen doppelt Spaß…
Wem\'s hilft

Und weils so schön war, mussten der IE und Firefox auch gleich dran glauben und sprechen im Gegensatz zu Windows nun perfekt Finnisch.

Bis die Tage…